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24. Oktober 2026 · 5 Minuten Lesezeit

Handy als Fahrradcomputer: was du brauchst

Du willst Touren fahren, aber keinen eigenen Radcomputer kaufen? Dein Smartphone kann das übernehmen. Wir zeigen dir, was du dafür brauchst, was eine Fahrradcomputer-App können sollte und wo das Handy an Grenzen stößt.

1. Handy oder Radcomputer?

Ein Fahrradcomputer zeigt dir unterwegs Werte wie Distanz, Dauer und Geschwindigkeit, zeichnet deine Fahrt auf und führt dich je nach Gerät nach einer Route. Das meiste davon kann auch dein Smartphone, das du ohnehin dabeihast. Du brauchst dafür kein neues Gerät, aber ein paar Dinge drumherum.

Ob dir das Handy reicht oder du lieber ein eigenes Gerät kaufst, hängt davon ab, wie und wie lange du fährst. Für Tages- und Urlaubstouren ist das Smartphone für viele ein guter Start. Was dabei zu beachten ist, steht weiter unten unter „Wo das Handy an Grenzen stößt“.

2. Eine Halterung, die hält

Das Smartphone gehört an den Lenker, nicht in die Tasche, wenn du unterwegs Werte oder die Karte sehen willst. Dafür gibt es drei Bauarten:

Darauf solltest du achten:

3. Strom für längere Touren

Wie lange der Akku hält, hängt stark von deinem Handy, der Helligkeit des Bildschirms und den Einstellungen ab. Für längere Touren nimmst du deshalb eine Powerbank und ein passendes Kabel mit. Welche Einstellungen du dafür in oratrek hast, zeigen wir dir in Akku-Tipps für lange Aktivitäten.

Am meisten Strom braucht meist der Bildschirm. Musst du nicht ständig aufs Handy schauen, kann er die meiste Zeit aus bleiben. Dafür sind Abbiegehinweise als Ton oder Nachricht da (siehe Punkt 4).

4. Eine Fahrradcomputer-App

Die App macht aus dem Smartphone einen Fahrradcomputer. Für Touren sind diese Funktionen wichtig:

So macht es oratrek: Die Aufzeichnung läuft bei gesperrtem Bildschirm weiter. Du importierst deine GPX-Route und lädst die Karten vor der Tour, unterwegs brauchst du dann kein Mobilfunknetz. Abbiegehinweise bekommst du als Anzeige, Ton oder Nachricht, auch auf die Smartwatch. Was auf den Datenseiten steht, stellst du selbst ein, und mit der Auto-Pause hält die Aufzeichnung an, wenn du stehst. Ein Konto brauchst du nicht, und oratrek ist kostenlos, ohne Abos und ohne Premium-Funktionen.

Wichtig: oratrek ist ein Fahrrad-Navi basierend auf einer importierten GPX-Route. Die App plant keine Routen und sucht keinen Weg von A nach B.

5. Eine Route als GPX-Datei

Eine GPX-Datei ist eine Routendatei, die du z. B. von einem Tourenportal, einer Radweg-Seite oder deinem Verein herunterlädst. Viele Radfernwege und Vereinstouren bieten ihre Strecken als GPX-Download an.

In oratrek kommt die Datei über „Route importieren“. Du kannst sie auch direkt aus Komoot und anderen Tourenportalen, einer E-Mail, dem Browser oder einer Datei-App mit oratrek öffnen. Wie das geht, zeigen wir dir in GPX-Datei öffnen und als Route in oratrek importieren.

Für den Import brauchst du kurz Internet. Mach ihn deshalb zu Hause, zusammen mit dem Download der Offline-Karte: Tippe im Tab „Tracking“ auf das Zahnrad, öffne die „Tracking Einstellungen“ und dann „Kartendaten verwalten“.

6. Optional: Sensoren und Smartwatch

Willst du mehr Werte sehen, kannst du Bluetooth-Sensoren koppeln. oratrek unterstützt Herzfrequenzsensoren (z. B. einen Pulsgurt), Geschwindigkeits-/Trittfrequenzsensoren und Leistungsmesser.

Eine Smartwatch ist praktisch, wenn das Handy in der Lenkertasche steckt: Die Abbiegehinweise erscheinen als Nachricht auf deiner Uhr. Dafür brauchst du keine eigene App auf der Uhr, sie zeigt die Benachrichtigung des Handys. Dafür muss oratrek Benachrichtigungen senden dürfen.

7. Wo das Handy an Grenzen stößt

Ein Smartphone ist kein Spezialgerät fürs Rad. Diese Punkte solltest du kennen:

Fährst du oft sehr lange Touren oder bei jedem Wetter, kann sich ein eigenes Gerät trotzdem lohnen. Für den Einstieg und für Tages- und Urlaubstouren reicht vielen das Smartphone.

8. Checkliste vor der Tour

Checkliste vor der Tour:
  • Handy laden, Powerbank und Kabel einpacken
  • Halterung oder Lenkertasche prüfen
  • GPX-Route importieren und vor der Fahrt mit „Route wählen“ auswählen
  • Offline-Karte für deine Region herunterladen („Tracking Einstellungen“ → „Kartendaten verwalten“)
  • Abbiegehinweise einstellen: Anzeige, Ton oder Nachricht
  • Datenseiten so einrichten, dass du siehst, was dir wichtig ist
  • Sensoren koppeln, wenn du welche nutzt

Wie du die Route Schritt für Schritt vorbereitest und nachfährst, zeigen wir dir in GPX-Route nachfahren mit oratrek.

oratrek gibt es derzeit nur für Android. Eine Ausweitung auf iOS wird in Zukunft bewertet.